Himalaya März/April 2004

eine Flugreise ganz besonderer Art ..."

Nordindien - Himalaya; ein geniales Flugparadies mit ausserordentlichen Thermikbedingungen, aber auch eine Region mit faszinierenden Menschen und einer überwältigenden und alten Kultur. Wir sind von Zürich via Amsterdam nach Dehli geflogen, reservierte Jeep-Taxis brachten die ganze Gruppe nach Bir in Nordindien am Fuss des Himalaya. Der Startplatz Billing lag auf 2400 m ü. M. und der Rest ... seht selber"

... geniesst hier den super Reisebericht von Conny und einige Bilder von dieser einzigartigen Flugreise ...

Im September/Oktober 04 sind wir wieder in Nordindien, für Voranmeldungen oder weitere Infos, meldet euch bitte über unsere Kontaktseite.

... skyjam meets india

Reisebericht Indien 20.03. - 03.04.2004, Conny Casparis

Am Samstag dem 20.03.04 „Uhureh früeh“ am Morgen Gate E 56 standen Susanne, Guido. Manuela, Manuel, ich, Didier, Räto und Ales voll motiviert und reisefiebrig zum Abflug bereit. Pünktlich hob die Maschine Richtung Amsterdam ab. Nach einem reichhaltigen Frühstück, ist dann auch Ales erwacht. Der Rest von uns knabberte
tapfer an einem Käsesandwich das irgendwie leicht nach Pappe schmeckte. Nach einem feinen Kaffee in Amsterdam, ging die Reise in einer MD 11 der KLM weiter nach Delhi. Nach sieben Stunden und einer Zeitverschiebung von 4,5 Stunden sind wir sicher gelandet. Nachdem zum Glück alle ihre Schirme in Empfang genommen hatten, wurden wir von unseren Indischen Fahrern begrüss und zu den zwei Jeeps geführt. Als wir den Flughafen verliessen, kam uns eine angenehme Wärme entgegen. Es roch nach Curry, Schweiss, Autos und der Staub lag dick in der Luft. Ein hektisches Treiben umgab uns. Autos, Büsse kamen und gingen. Überall ein Gehupe, Geschrei und ein durcheinander von Wörter das für uns nach Kauderwelsch klang. Bei den Autos angelangt, suchte jeder sein Platz und nach kurzer Zeit ging die Fahrt dann auch schon los. Die Strassen in Indien sind ziemlich holprig, aber erträglicher als ich es mir vorgestellt hatte.

Es herrscht auch Linksverkehr, was am Anfang sehr verwirrend war. Die Vielfalt der Autos war beeindruckend. Die Lastwagen in Indien, alle das gleiche Modell, nur individuell geschmückt und verziert, gefielen mir am besten. Die Fahrweise fand ich auch sehr „speziell“. In Indien wird schnell mal aus einer Zweispur eine Vierspurige Strasse die sich aber schnell wieder in eine drei oder sogar zweispurige zurück verwandelt. Die langsameren und schwächeren Vehikels fuhren meist links, so dass man gut an ihnen vorbeikommen sollte. War dies nicht der Fall, wurde gehupt oder energisch mit Lichtzeichen um mehr Platz gekämpft. Auf den besagten Fahrzeugen stand auch meistens hinten: Bei Tag: BLOW HORN Bei Nacht:  DIPPER AT NIGHT . Hier möchte ich noch die Bedeutungen des Hupens erwähnen. Sie sind sehr vielfältig und für allerlei Situationen. Mit der Zeit bekam ich das Gefühl, dass man in Indien nicht direkt eine Autoprüfung wie wir sie haben braucht. Sondern eine Prüfung über das Hup-ABC. Einmal Hupen= verpiss dich, lass mich durch Zweimal Hupen= bin auf gleicher Höhe, du kannst vorbei, der Weg ist frei, hallo oder tschüss Dreimal hupen usw. blieb mir ein Rätsel wie auch das Dauerhupen. Am Verkehr an, konnte man meinen es sei mitten am Tag. Es war aber bereits nach Mitternacht. Nach 2 Stunden Fahrt, machten wir den ersten Rast. Auf der Seite der Autobahn hielten wir an. Zuerst bemerkten wir gar nicht, dass wir vor mehreren Restaurants standen. Naresh, einer der Fahrer, führte uns zielgerichtet in eines davon. Nachdem alle die Karte studiert hatten, bestellte dann doch Räto für uns. Bei so einer grossen Auswahl mit so viel “bekannten Gerichten“, war dies das beste für uns. Als wir das Restaurant betraten, sind uns drei Inder aufgefallen. Sie hielten etwas in der Hand, dass Öl und Essig sehr ähnlich sah und riefen immer wieder Massai Massai. Ich dachte, dass sie uns einfach in ihr Restaurant locken wollten. Dem sei aber nicht so, wie Ales, Manuel und Didier zu spüren bekamen. Einer der drei stellte sich hinter Ales und sagte wieder Massai Massai und fing, da Ales wie die anderen zwei auch sich zuwenig wehrten, mit einer eher unsanften Massage an. Aufs heftigste wurden nun die Köpfe der drei bearbeitet. Zwischen reiben, zupfen, kraulen und ziehen, machten sie auch so komische Klatschgeräusche hinter den Köpfen. Die Arme wurden in Richtungen verdreht, wo niemand glaubte, dass das so geht. Finger geknackt und gespreizt, Waden und Füsse geknetet und gerieben. Didier erlebte das volle Programm. Er musste sich noch auf den Bauch legen und der kleine, smarte Inder kletterte auf ihn und bearbeitet sein Rücken wie die Beine, mit seinen kräftigen Füssen. Das alles sah mit sehr viel Schmerz verbunden aus. Die verschiedenen Mimiken, brachten bei uns anderen Die Tränen zum Laufen. Mimikmässig gewann Ales. Der Rest von uns, wehrte sich daher wacker mit „nei nei nei“ und wurde so zum Glück verschont. Nach einem vielfältigen Essen, ging die Fahrt dann weiter. Der Rest der Reise verlief dann im selben Rhythmus. Fahren Rast mit Verpflegung fahren Rast usw.!

Nach guten 15 Stunden kamen wir in Bir an. Dort wurden wir von Sian und Paula herzlich Empfang-en. Nach einem megagigasuperfeinen, wie übrigens die ganze Ferienzeit, Mittagessen und den Zimmerbezügen, besichtigten wir den Landeplatz. Er war sehr gross und gut erreichbar. Räto, Ales und Guido gingen dann noch
nach Billing zum Startplatz und machten den ersten Flug in Indien. Nach einem üppigen Nachtessen und ein paar Indischen Biers, gingen alle zufrieden aber müde
in ins Bett.  Am Montagmorgen wurden wir ganz sanft von Räto geweckt. Nach einem stärkenden Frühstück, fuhren wir nach Billing wo wir bei Chachou Tchai tranken und auf bessere Wetterbedingungen warteten. Da dies aber nicht
geschah, entschlossen sich Manuela, Susanne und Guido mit dem Auto wieder nach unten zu fahren. Manuel und Räto beschlossen noch auf den Pass zu laufen was statt zwie Stunden eine Tour von vier Stunden wurden. Ales, Didier und ich liefen nach Bir zurück, was zu einem abenteuerlichen Trip wurde. Aber alle trafen sich gesund wieder zum Abendessen. Am Dienstagmorgen machten wir uns wieder frohen Mutes, heute einen Flug zu machen, auf den Weg Richtung Billing. Auf halber Strecke ca. wurde unsrer Reise jäh unterbrochen, da es einen Erdrutsch gab und das Auto nicht mehr weiter kam. Zuerst dachten wir, dass uns nun ein Fussmarsch bevorstehen würde. Doch Naresh konnte denn Baggerfahrer überreden, uns acht mit dem Bagger nach oben zu fahren. Es war zwar etwas eng und für die einen eine etwas gefährliche Reise, doch ging alles gut. Oben angekommen, war das Wetter immer noch der Meinung das wir Schüler wieder zum Auto zurück laufen mussten. Ales, Räto und Guido flogen zum Landeplatz, was aber eher ein weniger schöner Flug war.

Am Abend nach dem Nachtessen, beschlossen Ales, Didier und ich nach Billing zu gehen und dort in Zelten zu Übernachten. Nachdem sie alles gepackt hatten, gingen sie ins Dorf und beim letzten Laden der noch offen hatte, deckten sie sich noch mit wichtigen Vorräten ein und bestellten beim Ladenbesitzer 11.30 Uhr ein Taxi. Dieser konnte nicht glauben das wir noch nach Billing wollten, nachdem er fertig gelacht hatte, rief einen Kumpel an und beim erzählen vergrölte er sich noch ein paar mal. Nach geraumer Zeit kam dieser und nachdem wir alles eingeladen hatten, ging die Fahrt los. Zum Glück war die Strasse wieder frei und so konnten wir bis ganz nach oben fahren. Die Aussicht nach Bir war einmalig. Wie auch der wunderschöne Sternenhimmel. Nach intensiven Gesprächen über Gott und die Welt legten wir uns in unsere warmen Schlafsäcke und hofften, dass keine wilde Tiere kamen und schliefen ein. Am Morgen wurde uns mitgeteilt, dass ausser Räto der Rest nach Dharamshala fuhren. Wir warteten derweil auf das Taxi, dass unterwegs eine Panne hatte und erst gegen Abend kam. Für uns wurde es ein sonnenbrandiger Tag mit warten. Gegen Abend fuhren dann Ich und Didier mit dem Taxi wieder nach unten. Ales und Räto konnten noch einen schönen Flug machen. Von diesem Tagan, gingen wir Schüler immer erst gegen den späteren Nachmittag nach oben und konnten so noch bis ende der Ferien jeden Tag sicher einen Flug machen. Gegen Ende der Ferien, konnten wir Schüler noch am Morgen fliegen. So lernten einige ein wenig das Thermikfliegen kennen.

Indien war eine sehr schöne Reise. Die Menschen wie auch das Land hatten uns alle sehr beeindruckt. Das Gasthouse war sehr schön. Wir hatten alle sehr schöne Zimmer. Das WC wie auch die Dusche war sehr gepflegt und zum Glück der Frauen, war das WC ein ganz normales und keine Steh-Toilette wie wir es sonst oft antrafen auf unseren Reisen. Das Essen war, wie schon erwähnt, vorzüglich. Paula, gebürtige Italienerin die schon lange in Indien lebt, verwöhnte uns mit ihren Kochkünsten. Wir lernten dann noch den besten Gleitschirmflieger von Indien kennen. Debou heisst er , ist der Geschäftspartner von Sian und der Sohn von Paula.  Auf unsere Reise wurden leider auch noch zwei krank und ich durfte das Klinikum von Indien noch kennen lernen. Aber ich muss sagen, positiv über die super Behandlung wie auch über den sehr guten Arzt überrascht worden zu sein.  Die Heimreise war dann mit einem Einkaufshalt in Delhi abgerundet worden. Mit einigen Übergewichten und scherereien deswegen traten wir die letzt Etappe Richtung Zürich an. Wo wir nach Aufenthalt in Amsterdam auch gut ankamen. Müde aber voller Erinnerungen und Eindrücke, begab sich jeder auf seine eigen Heimreise.

Ich oder besser gesagt wir alle, möchten uns nun endlich noch bei Räto und Ales für diese wunderschöne, und super organisierte Reise bedanken. Was auch immer war, ihr ward zur Stelle und habt uns ebenfalls nach Strich und Faden verwöhnt. Ihrhabt das meagagigagenial gemacht. Weiter so! 

Nun noch ein Gratis-Tipp an alle, verpasst ja nicht die nächste Reise mit Skyjam!!!

Mit girlandigen Grüssen Conny

... ein kurzes Gespräch mit den Göttern der Berge

... alles Inder ? - oder ...

... Landung und

freudige Helfer danach

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