Marokko Februar 2008

Marokko Februar 2008"

We're flying high
We're watching the world pass us by
Never want to come down
Never want to put my feet back down
On the ground

Zwei wochen marokko, sonne, sand und meer, aber was viel wichtiger ist wunderschoene klippen, duenen, berge, aufwinde. Ein traum, um, ja nahezu endlos, zu soaren, wofuer marokko bekannt ist.

Der flug zuerich –agadir ging ruck zuck vorbei. Es herrschte eine entspannte stimmung voller vorfreude. Mit den mietwagen, welche zuvor durch skyjam reserviert wurden, ging es in der abenddaemmerung nach aglou.
Die zimmer in einen einfachen, aber funktionellem hotel waren schnell bezogen. Waehrend des ersten abendessens, wurde halbpension und sandwiches zum mittag fuer ca. 25 euro pro tag und person ausgehandelt. Das essen entsprach den lokalen moeglichkeiten, mehrheitlich sehr lecker, wenn man fisch mag.
Doch warum sind wir hier. Wir wollen fliegen.
Am liebsten tag und nacht, aber sicherheit steht im vordergrund. Somit gab es nach dem fruehstueck jeweils ein briefing um den tag zu besprechen. Nur schwer konnten wir uns auf den stuehlen halten. Wir wollten in die luft, vielleicht stundenlang.

Besonders beliebt waren die traditionellen gerichte aus der tajine.obwohl in marokko alkohol nicht ueblich ist, gab es jeden abend genug bier und wein fuer alle.

Im dorf bzw. in der naehe gab es verschiedene moeglichkeiten zum fliegen, besonders interessierten wir uns fuer „unseren hausberg“, ein huegelchen direkt hinter dem dorf und an den klippen ca. 15min fahrt durch ein vogelschutzgebiet zwischen meer und duenen, wobei die duenen schon ein starkes wuestenfeeling aufkommen liessen.

An den klippen war fuer anfaenger oft der wind zu stark, aber fortgeschrittene gleitschirmflieger konnten ihre technik, feinmotorik und wendigkeit neu erproben, verbessern und erfahren. Waehrenddessen konnten die anfaenger sich mit bodentraining beschaeftigen oder einfach nur die fliegenden bestaunen. Wenn der wind nachgelassen hatte, wurden alle in die luft geschickt, welches ein unbeschreibliches gefuehl war. Zehn gleitschirme in dieser landschaft.
Auf der einen seite die sandigen duenen , auf der anderen seite der maechtige atlantik, der unentwegt seine stahlblauen kraeftigen wellen schickte, begleitet von einen wind, welcher uns ermoeglichte, ueber stunden an den klippen entlang zu soaren. ein besonderer hoehepunkt war der flug im sonnenuntergang. Eine stimmung voller frieden und ausgeglichenheit. Ruhe, entspannung und ein gluecksgefuehl machten sich breit.

Bei aller romantik fehlte es nicht an fachkundigen instruktionen. Ein staendiger enger funkkontakt war gewaehrleistet und es fehlte zu keiner zeit an der doch so notwendigen sicherheit.

Unser hausberg war zu fuss gut zu erreichen. Eine ca. 20min wanderung entlang schoener sukkulenten fuehrte uns zum startplatz. Grossartige aussicht ueber das dorf und meer. Der wind war zum teil schwierig einschaetzbar, deswegen unternahm Räto jeweils einen testflug, wobei er auch mal abgesoffen ist. Doch frohen mutes kam er wieder zum startplatz zurueck und berichtete ausfuehrlich und fachkundig von den aktuellen bedingungen.

Am hausberg hatten wir mehrmals wunderbare winde zum stundenlangen soaren. Einmal war es uns moeglicg traumhafte 4 stunden in der luft zu sein, was wohl in der schweiz ehr selten ist. Räto instruierte die anfaenger fuer ihrer erste toplandung. Ein tolles gefuehl, was fuer den einen zwar zwischen kakteen endete, aber fuer den anderen ein sauberes „touch and go“ war. Egal wie, Spass und erfahrungen konnten taeglich intensiv gesammelt werden.

Unsere gruppe bestand aus verschiedenen erfahrungsstufen, trotzdem entstand ein schoenes zusammengehoerigkeitsgefuehl. Es wurde einander geholfen und beraten.

Wegen starken ostwinden nahmen wir die geographische herausforderung in kauf und fuhren ins altlasgebirge, dort gab es eine minimale chance zum fliegen. Die Autofahrt war zusaetzlich landschaftlich sehr reizvoll, ueberall bluehten baeume in einem praechtigen weiss. Fuer den aufwand wurden wir mit einem entsapnnenden gleitflug ins tal belohnt. Nach 3 tagen ging es wieder nach aglou. Unsere geliebten duenen und unser hausberg warteten gedulgig auf uns. Weitere wunderbare fluege folgten.

Sonne, strand und meer, ja und noch mehr  gleitschirmfliegen mit skyjam. Fuer zwei wochen war die welt in ordnung.

danke, yvonne